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Urteil zu Reiserücktrittsrecht stärkt die Rechte der Reisenden

von Nadja Heinze

Das Amtsgericht Frankfurt hat eine der ersten Entscheidungen zum Reiserücktrittsrecht in Zeiten der COVID-19-Pademie getroffen. Das Amtsgericht Frankfurt geht in seiner Entscheidung vom 14.07.2020 davon aus, dass es in Bezug auf die Corona-Krise auf die Beurteilung, ob außergewöhnliche Umstände vorliegen/vorlagen entscheidend darauf ankommt, wann der Reisende zurückgetreten ist und ob die Gegebenheiten zu dieser Zeit bereits als außergewöhnlich zu qualifizieren sind. Es handele sich um eine Prognoseentscheidung, für die es auf die vorausschauende Betrachtung ankommt. 

An die Darlegung und den Nachweis der konkreten Umstände im Reisegebiet zum Zeitpunkt der Rücktrittserklärung sind keine allzu strengen Anforderungen zu stellen. Erforderlich ist hierbei nicht zwingend, dass zum Zeitpunkt des Rücktritts bereits Reisewarnungen für das Reisegebiet vorliegen und dass das Zielgebiet von dem Ausbruch betroffen ist. Vielmehr genüge zur Einordnung bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährende Ausbereitung. 

Im hiesigen Verfahren hat der Kläger einen Anspruch auf Rückerstattung der Stornierungsgebühren. 

Gern sind wir Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche behilflich. Frau Rechtsanwältin Nadja Heinze steht Ihnen hierzu gern zur Verfügung. 

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